Sonntag, 3. Februar 2013
Chaos im Kopf - Teil 1
Sie werden durch die kleinsten Veränderungen im Umfeld ausgelöst. Sie können tiefgründig sein, doch meistens reicht es, wenn man an der Oberfläche kratzt. Es muss nur ein Satz oder ein bestimmter Tonfall sein, und alles in mir wendet sich mit solch einer Plötzlichkeit um 180 Grad, dass sich mein Verstand für einen kurzen Moment in einer Art Vakuum befindet, bevor er wieder in der Realität aufsetzt. Danach ist es, als hätte man mir meine Gefühle für wenige Sekunden entrissen, um sie mir durchgeschüttelt und auseinandergerissen wiederzugeben. Das kann entweder Positive oder negative Folgen haben. Positiv sind sie, wenn ich vorher durcheinander, genervt, reizbar und verwirrt gewesen bin. Wenn es sich ins negative wandelt, ist es anders herum. Sobald dieser dauerhafte Wechselzustand Besitz von mir ergriffen hat, ist der Tag für mich kaum mehr zu retten. Erinnerungen schwirren durch meinen Kopf, an die ich seit Ewigkeiten nicht mehr dachte. Das war's dann. Ich verliere die Kontrolle über mich, meinen Körper. Ich lache hysterisch, ich flippe aus, umarme jeden, schreie herum, lache wieder, trete um ich, entschuldige mich, verteile patzige Antworten, weiß nicht, warum ich das mache, versuche mich zu beherrschen, schaffe es nicht, fliehe in mein Zimmer, verschließe meine Tür. Ich drehe meine Musik auf, bis zum Anschlag, falle auf mein Bett und lass meine Stimmungsschwankungen Stimmungsschwankungen sein.
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