Ich hasse das Gefühl.
Dieses ätzende Drücken über dem Herzen.
Die Übelkeit, die nicht vom Essen kommt.
Das eisige Gefühl, das Gänsehaut verursacht.
Wenn die Augen in eine Art Starre verfallen, weit aufgerissen die vorbeiziehenden Menschen beobachten.
Aufmerksam, immer darauf erpicht, irgendetwas zu erwischen. Eine einzelne, flüchtige Träne. Kleine, pulsierende Fäden zerfallender Seelen. Ein einziges Wort. Ein wenig Klarheit.
Aber nichts.
Keine Träne, kein Hauch von Leben, kein Wort, kein bisschen Klarheit.
Ich will mir vertrauen, doch ich kann nicht.
Bleibe unter Menschen, bloß nicht alleine sein.
Gedanken schreien nach Selbstverletzung.
Angst übernimmt die Kontrolle.
Bewegung. Endloses Hin- und herlaufen.
Eisspray und Finalgon als Schmerzalternative.
Minimale Entspannung, nur kurzes anhalten.
Es wird schlimmer, macht kaputt.
Zittern ohne jegliches Kälteempfinden.
Weit aufgerissene Augen, leerer Blick.
Bloß nicht alleine sein ... nie alleine.
Atmung zittert, stockt... ungleichmäßig.
Ein Buch feste an mich gedrückt.
...Das Böse in uns...
Schnelles Atmen, zittrig.
Tränen.
Wenige, kaum erkennbar.
Angst, Angst, Angst...
Ein Zettel. Unter geschlossener Tür hervorgeschoben.
Aufgehoben mit zitternder Hand, eiskaltem Gefühl.
Lesen. Verstand und Hoffen stürzen in den Tod.
Zusammenbruch.
Tränen kommen ungehalten.
Kein wehren gegen schreien und Schmerz.
Vor und zurückwippen. Endlos...
Sturz wird aufgefangen.
Kurz vorm tödlichen Ende.
Rettung in letzter Minute.
Reden. Schweigen brechen.
Noch ein zweites Mal Finalgon und Eisspray.
Besser, ein wenig.
Äußerlich lächelnd, innerlich tobend.
Noch immer nicht alleine sein.
Geschlafen in einem Zimmer, gemeinsam mit Hilfe.
Und
den Schmerz
aus dem Körper ziehen lassen.
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